IPTV Lexikon - Begriffe zum nachschlagen


ADSL

Oder im Volksmund auch “DSL” genannt, ist eine Breitbandtechnologie, mittels derer schnelle Internetzugänge möglich wurden. Die „Asynchron Digital Subscriber Line“ Technik definiert ein Datenübertragungsverfahren, bei der die Downloadgeschwindigkeit höher als der Upload ist. ADSL ist der Standard-Internetzugang für Privathaushalte. Hingegen ist in der Wirtschaft häufig SDSL vertreten, welches über dieselbe Up- und Downloadgeschwindigkeit verfügt.
Breitbandzugänge per Kabelanbieter werden häufig auch als DSL bezeichnet, was aber nicht ganz richtig ist. Denn zur Übertragung der Daten werden andere Techniken verwendet.



Download

Die Downloadgeschwindigkeit gibt  die Höhe der Datenrate innerhalb einer Sekunde an, wenn Daten aus dem Internet bzw. dem Netz empfangen werden. Ihre Angabe erfolgt meist in Kilobit pro Sekunde, z.B. 2000 Kbit/s. Üblich ist auch die Angabe in Megabit pro Sekunde, z.B. 16 MBit/s. Dabei entsprechen 1 MBit ca. 1000 Kbit.



HDTV

Die Abkürzung steht im Englischen für „High Definition TV“ – also „hochäuflösendes Fernsehen“. Gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen, zeichnet sich HDTV durch eine höhere Anzahl an Zeilen mit je mehr Bildpunkten aus. Dadurch sind wesentlich schärfere Darstellungen möglich. An geeigneten HDTV-Fernsehgeräten mit entsprechendem Filmmaterial, können sogar feinste Details wie kleine Härchen wahrgenommen werden. HD-Geräte werden in Deutschland immer beliebter. Neue TV-Geräte werden kaum noch ohne das Feature verkauft.

Leider gibt es hierzulande bisher kaum Quellen. Lediglich bei Premiere, T-Home Entertain (via VDSL) oder einigen wenigen ausländischen Sendern finden sich bisher HD-Angebote. Eine weitere Möglichkeit sind Blayray-Filme. Um diese abzuspielen ist jedoch ein Blueray-Player nötig.



IPTV Box

Siehe „IPTV Receiver




IPTV Receiver

Für den Empfang von IPTV, dem Fernsehen über das Internet, ist ein IPTV Receiver (bzw. IPTV Set-Top-Box) zwingend erforderlich.  Ansonsten bleibt der Fernsehbildschirm schwarz. Bei der Bestellung erhalten Sie diese Set-Top Box wahlweise mit dazu. Es gibt, je nach Anbieter, Modelle mit und ohne integrierter Festplatte, welche für die Videorekorder- und Timeshiftfunktion nötig ist.
Das Gerät selbst ist dafür verantwortlich, die ankommenden, digitalen Fernsehsignale in ein für den Fernseher verständliches, analoges Format umzuwandeln und diese an ihn weiterzugeben. Desweiteren bietet die Box neben vielen Funktionen, z.B. Timeshift, Restart, EPG (Elektronische Programmzeitung) auch zumeist Zugriff auf ein Video on Demand Angebot bzw. weitere Online Angebote. 



Multicast

Hier werden Daten in einem Netzwerk an einen Empfänger eines Netzwerkes versendet. Dieser wiederum ist mit mehreren Teilnehmern verbunden. Auf diese Weise können z.B. 100 Nutzer eine bestimmte Sendung (gleichzeitig)sehen. Die Daten müssen vom Sender aber nur an einen Empfänger übertragen werden, der diese wiederum an die 100 Nutzer verteilt.



Peer-2Peer

Hierbei handelt es sich um eine Netzwerktechnik, welche bereits durch so genannte Tauschbörsen im Internet etabliert wurde. Bisher war es so, dass eine Information auf einem Computer lag und alle darauf zugriffen. Aufgrund steigender Zugriffe wurde die Downloadgeschwindigkeit für den einzelnen immer geringer. Die Bandbreite war der Flaschenhals.
Die Peer2Peer (P2P) Technik geht einen anderen Weg. Hierbei fungiert jeder Nutzer sowohl als Sender wie auch Empfänger. Die gewünschten Informationen sind nicht mehr zentral auf einem Computer untergebracht sondern werden zu gewissen Teilen auf die Nutzer ausgelagert. D.h. eine Information wird von einem Nutzer von unterschiedlichen Rechnern bezogen. Dies entlastet das Uploadlimit seitens des sendenden Rechners und erhöht die Übertragungsrate. Die beiden bekannten Portale Zattoo und Joost nutzen z.B. diese Technik.



Programm-Manager

Der Programm-Manager ist eine interessante Funktion bei T-Home Entertain. Durch diese Funktion können Sie ihren Videorekorder (was die T-Home Set-Top-Box ist) auch über das Internet programmieren. Sollten Sie also z.B. gerade unterwegs sein und möchten doch eine bestimmte Sendung aufnehmen, so ist dies mit dem Programm-Manager möglich. Alles was benötigt wird ist ein Internetzugang. Dafür gibt es heute bekanntlich viele Möglichkeiten - z.B. mobil via Handy, im Büro oder im Internetcafé.



Restart

Restart ist eine IPTV Funktion, mit derer Sendungen während der Ausstrahlung neu begonnen werden können. Zur Realisierung werden 2 Techniken eingesetzt, je nachdem, ob die IPTV Set-Top Box über eine Festplatte verfügt. Ist dies der Fall, werden die Daten der Sendung auf der Festplatte vor Ausstrahlung zwischengespeichert und zu Beginn eine Index-Marke gesetzt. Bei Aktivierung der „Restart“ Funktion wird auf jene Marke zurückgesprungen und die Sendung beginnt erneut.
Fehlt hingegen der IPTV-Set-Top-Box die Fesplatte, wird beim Auslösen der „Restart“ Funktion die Anforderung an den Anbieter geschickt. Dieser sendet dann die Daten vom Beginn der Sendung erneut. Diese Funktion wurde früher beim IPTV-Angebot von Arcor angeboten. Das IPTV-Angebot wird vorläufig nicht für Neukunden angeboten, da Arcor von Vodafone übernommen wurde.



Set-Top-Box

siehe "IPTV Receiver".



Timeshift

Siehe „Zeitversetztes Fernsehen“



Tripleplay

Bei Tripleplay handelt es sich um ein Kunstwort aus der Werbesprache. Es bedeutet, dass DSL, Telefonie sowie Fernsehen von einem Anbieter bezogen werden. Eine Rechnung von einem Anbieter für 3 bezogene Dienstleistungen läßt neben der Sparmöglichkeit den Überblick behalten.   



Unicast

Ist eine direkte Verbindung zwischen zwei Teilnehmern eines Netzwerkes. Man sagt auch „Punkt-zu-Punkt“. Bei der Übertragung von Fernsehinhalten würde das bedeuten, dass jeder Konsument einzeln mit den abgerufenen TV-Inhalten versorgt werden müsste. Das stellt jedoch enorme Anforderungen an das Netz. Ressourcenschonender ist z.B. Multicast.



Upload

Bezeichnet die Geschwindigkeit, mit derer Daten in ein Netzwerk oder Internet geschickt werden.  Die Angabe erfolgt meist in Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Bei einem ADSL – Anschluss ist die Upload-Geschwindigkeit geringer als  der Download. Gleiche Geschwindigkeiten beim Up- und Download bietet ein SDSL - Anschluss.



VDSL

Ist die Abkürzung für “Very High Speed Digital Subscriber Line”. Es handelt sich dabei vereinfacht gesagt, um eine Weiterentwicklung der DSL-Technologie. Momentan werden via VDSL Anschlüsse mit bis zu 50 MBit/s angeboten. Ein Großteil der Übertragung erfolgt im übrigen durch Glasfasernetze. Nur die „letzte Meile“ wird in der Regel mit klassischen Kupferkabeln realisiert.



Video on Demand

Video on Demand  bedeutet Video auf Abruf und beschreibt die Möglichkeit, im Internet legal Sendungen gegen Entgelt herunterzuladen und sich anzuschauen. Bei allen IPTV-Anbietern haben Sie bewquem mit der Fernbedieung Zugang zu einer Onlinevideothek. Die Onlinevideothek enthält viele Sendungen und Beiträge aus verschiedenen Genres und Richtungen.

Anbieter von VoD-Diensten (z.B. auch maxdome) versehen Ihre Angebote oft mit Microsofts DRM (einem digitalen Rechte Management). Dieses soll sicherstellen, dass die Inhalte nicht an Dritte weitergegeben werden können. Ebenso beinhaltet sie eine Zeitsperre (zumeist 24 Stunden). In diesem Zeitfenster kann die bezahlte Sendung angesehen werden. Möchte man dies nach Ablauf der 24 Stunden, muss die Sendung noch einmal bezahlen und der Zeitrahmen beginnt von neuem.
Die Hauptvorteile gegenüber „klassischen“ Videotheken sind die Zeitersparnis sowie die ständige Verfügbarkeit der Sendungen.   



Zeitversetztes Fernsehen

Mit dieser IPTV Funktion kann das laufende Programm unterbrochen und später wieder fortgesetzt werden. Voraussetzung ist eine IPTV-Set-Top-Box mit eingebauter Festplatte. Wird die „Pause“ Taste auf der Fernbedienung gedrückt, hält das Bild an, eine Indexmarke wird gesetzt und die ankommenden Daten weiterhin auf der Festplatte gespeichert. Setzt man die Sendung fort, wird ab jener Marke der Inhalt abgespielt. Allerdings kommen die Daten nicht aus dem Internet sondern von der Festplatte, auf der sie gespeichert wurden. Durch diese Zwischenpufferung ist auch ein Spulen möglich, so dass lästige Werbeblöcke übersprungen werden können.



 


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