IPTV, DSLTV, WebTV oder was?


Wenn es um das allgemeine Thema Internetfernsehen geht, tauchen eine Menge Begriffe auf, die oft synonym verwendet werden.

Wir wollen etwas Licht in den Dschungel der Begriffe bringen und sagen Ihnen, was sich dahinter verbirgt. Viele Begriffe sind nicht einheitlich definiert. Wir versuchen jedoch selbst, eine möglichst scharfe Abgrenzung zu gegen.





IPTV

Beim Internet-Protokoll-Television erhalten Verbraucher Ihr TV-Angebot nicht über Kabel oder Funk, sondern über geschlossene Netze im Internet auf den heimischen Fernseher. Nutzen können IPTV daher nur „Abonnenten“ – ähnlich wie beim Kabel-TV. Das Internet wird genutzt, um die Daten von Bild und Ton in komprimierter Form zu übertragen. Angeboten wird IPTV bisher von Alice und T-Home.



DSL-TV

Der Begriff DSL-TV zielt im Prinzip auf den Übertragungsweg, den das Fernsehbild nimmt. Wie der Name schon andeutet, ist das die DSL-Leitung. Genau genommen die Telefonleitung, da DSL über diese funktioniert. Von daher kann so ziemlich alles mit „DSL-TV“ gemeint sein, was Bewegtbild ist und mit Hilfe des Internets auf dem heimischen Rechner oder Fernseher landet. Der Begriff DSL-TV hat sich noch nicht sonderlich eingebürgert, taucht aber immer wieder mal mit auf.  



WebTV

Am häufigsten werden „IPTV“ und „Web-TV“ synonym im Sprachgebrauch verwendet. Dabei handelt es sich jedoch um zwei grundverschiedene Welten. Beim Web-TV wird auf einer Internetseite in einem Videoplayer ein meist nichtlineares Programm geboten. Meist handelt es sich um einzeln abrufbare Beiträge. Mit richtigem Fernsehen hat dies also nicht viel zu tun. Auch Angebote wie Myvideo oder Youtube fallen eigentlich in diese Kategorie. Bis heute kann man Web-TV daher eher als nette Ergänzung sehen, nicht aber als Konkurrenz zum Fernsehen. Sehr bekannt und nützlich sind in diesem Zusammenhang die Mediatheken von ARD und ZDF. Hier können einzelne Beiträge der letzten Tage, die man versäumt hat, abrufen.


P2PTV

Hier wird im Begriff auf die Übertragungsart der Daten angespielt. Während bei „Video on Demand“ und Web-TV die Daten zu jedem Nutzer einzeln übertragen werden müssen (Unicast), teilen sich die Nutzer bei P2P-TV die Aufgabe der Verteilung. Jeder Nutzer fungiert als Sender (unbewusst) und Empfänger. Die Last der Datenübertragung an alle Teilnehmer wird somit auf viele Schultern verteilt und muss nicht von einem Sender alleine gestemmt werden. Das spart erheblich Kosten beim Anbieter, aufgrund dessen viele Angebote gar nicht finanzierbar währen. Populäre Vertreter dieser Technik sind Zattoo und Joost.


Internetfernsehen

Unter diesem Begriff kann man wie bei DSL-TV im Prinzip alles subsummieren, was mit Fernsehen zu tun hat und übers Internet übertragen wird. Unserer Meinung nach also der Oberbegriff für alle hier genannten Begriffe und Verfahren.


Internet-TV

Nur eine kürzere Form von „Internetfernsehen“.





 


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